Oktoberfest-Zelte: Wie viele gibt es und wie heißen sie?

Zum Wiesn-Besuch gehört natürlich eine süffige Maß in einem der einzigartigen Oktoberfest-Zelte. Doch welche gibt es, was sind die Unterschiede, welches Bier wird ausgeschenkt und wie kann ich einen Tisch reservieren? Das und noch mehr erfährst Du hier.

Oktoberfest Zelt

Wie heißen die Zelte auf dem Oktoberfest?

Auf dem Oktoberfest findest Du zahlreiche Bierzelte, die sich in große und kleine Zelte unterteilen. Hier eine Übersicht der 17 großen Wiesn-Zelte:

• Armbrustschützenzelt
• Augustiner Festhalle
• Fischer-Vroni
• Hacker-Festzelt
• Hofbräu-Festzelt
• Käfer Wiesn-Schänke
• Kufflers Weinzelt
• Löwenbräu-Festzelt
• Marstall Festzelt
• Ochsenbraterei
• Paulaner Festzelt
• Pschorr Festzelt Bräurosl
• Schottenhamel
• Schützen-Festzelt

In den Jahren, in denen die Oide Wiesn stattfindet, kommen noch 3 weitere große Festzelte hinzu:

• Festzelt Tradition
• Schützenlisl
• Boandlkramerei

Die Boandlkramerei löste 2024 das Herzkasperlzelt ab, bereits im Jahr 2022 ersetzte die Schützenlisl das ehemalige Volkssängerzelt Zur Schönheitskönigin. Hinzu kommen 21 kleine Wiesn-Zelte, wie das Café Theres, das Café Kaiserschmarrn, die Münchner Knödelei oder die Wildstuben, in denen Du neben den typischen Wiesn-Schmankerln auch Kaffee und Kuchen oder Wein und Prosecco bekommst.


Woher kommen die Namen der Oktoberfest-Zelte?

Während die Festhallen von Hofbräu, Hacker, Löwenbräu, Paulaner und Augustiner nach den Brauereien benannt sind, tragen andere Oktoberfest-Zelte einen besonderen Namen. Da ist zum einen das Bräurosl-Zelt, das nach der Wirtstochter Rosi Pschorr benannt wurde. Das Marstall-Zelt erinnert mit seinen Pferden an die Königlichen Hofreitschule. Schottenhamel, Käfer Wiesn-Schänke und Kufflers Weinzelt sind jeweils nach der Wirtsfamilie benannt. In der Fischer-Vroni gibt es Steckerlfisch, in der Ochsenbraterei stehen Ochsen-Schmankerl auf der Karte. Im Armbrustschützenzelt und in der Schützen-Festhalle finden während der Wiesn Schießwettbewerbe statt. Und die Namen der Oktoberfest-Zelte auf der Oidn Wiesn stammen aus der bayerischen Folklore.


Was sind die Unterschiede zwischen den Oktoberfest-Zelten?

Die Oktoberfest-Zelte unterscheiden sich vor allem durch ihre Gestaltung, ihre Größe und das Publikum. International bekannt ist das Hofbräu-Festzelt, deshalb ist es ein wahrer Touristen-Magnet. Einheimische und Familien bevorzugen meist die Augustiner Festhalle oder das Marstall-Zelt. In der Käfer Wiesn-Schänke tummeln sich die Promis, dort feiern unter anderem die Spieler des FC Bayern. Einzigartig ist das Almhütten-Feeling, denn eigentlich ist das Zelt eine riesige Holzhütte.

Am Eröffnungstag ist das Schottenhamel-Zelt angesagt, denn dort zapft der amtierende Oberbürgermeister von München um Punkt 12 Uhr das erste Fass an und eröffnet mit dem Satz „O‘zapft is!“ das Oktoberfest. Das Löwenbräu-Zelt bleibt vielen durch den überdimensionalen Löwen in der Fassade im Gedächtnis, der alle paar Minuten den Maßkrug hebt und ein sonores „Löööwenbräu“ brüllt. Das Publikum ist international und vor allem bei den Gästen aus Italien sehr beliebt. In der Bräurosl trifft sich traditionell am ersten Sonntag die Gay-Community.

Gut zu wissen: Während in den meisten Zelten Bands für Partystimmung sorgen, wird auf der Oidn Wiesn traditionelle und moderne Blas- und Volksmusik gespielt. Dort darf auch mitgesungen und auf der Tanzfläche getanzt werden.


Welches Bier wird in den Oktoberfest-Zelten ausgeschenkt?

In den großen und kleinen Oktoberfest-Zelten wird ausschließlich Bier der Münchner Brauereien ausgeschenkt: Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten. Bei vielen Wiesn-Fans entscheidet die Biervorliebe über die Wahl des Zeltes. In der Augustiner Festhalle und in der Fischer-Vroni wird die Maß noch aus dem Holzfass gezapft.


Was ist das größte Bierzelt auf dem Oktoberfest?

Beeindruckend ist die Größe der Oktoberfest-Zelte in München: Im Hofbräu-Festzelt, dem derzeit größten Wiesn-Zelt, finden rund 10.000 Personen einen Sitz- oder Stehplatz. Das wurde früher nur durch die Bräurosl mit Platz für 12.000 Personen getoppt. Doch beim Neubau des Zelts 2020 wurde mehr Wert auf eine luftige Gestaltung mit weniger Sitzplätzen gelegt.


Welches ist das beste Oktoberfest-Zelt?

Die einen sagen so, die anderen so – denn es kommt ganz drauf an, was Dir gefällt. Für die ausgelassene Party mit fetziger Musik sind Zelte wie das Schottenhamel, Schützen-Festzelt oder Hacker Dein Ding. Wer gerne einen Blick auf die Promis erhaschen will, hat im Käfer-Zelt gute Chancen. Für den gemütlichen Biergenuss ohne Tanz auf der Bierbank, einen netten Ratsch mit Einheimischen und für Familien empfiehlt sich der Besuch auf der Oidn Wiesn. Dort erlebst Du die Wiesn so, wie sie früher einmal war.


Wie kann ich einen Tisch im Oktoberfest-Zelt reservieren?

Nach der Wiesn ist vor der Wiesn: Wer für den Oktoberfest-Besuch sicher einen Tisch haben will, muss rechtzeitig direkt bei den Wirten reservieren. Dies geht in der Regel über die entsprechende Webseite. Zur Sicherheit sollte man sich schon Monate vorher Gedanken machen und früh buchen. Viele Zelte sind lange im Voraus ausgebucht, halten jedoch immer ein gewisses Kontingent an Tischen frei. Du findest also auch spontan noch ein Platzerl im Zelt, mit ein bisschen Geduld und einem netten Lächeln. Und wenn die Sonne am weißblauen Himmel lacht, ist es im Biergarten eh viel schöner.




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